Wichtig wie Atmen und Essen:


Schlaf
Wichtig wie Atmen und Essen:
wavebreakmedia ltd / shutterstock
Süßer Schlaf macht munter: Ausreichender und guter Schlaf ist wichtig für das Wohlbefinden.

Viele Menschen behaupten, auch mit wenig Schlaf auszukommen. Tatsächlich gibt es leistungsfähige „Wenigschläfer". Die Regel sieht aber anders aus: Jeder Mensch braucht ausreichend Schlaf, um zu funktionieren. Bekommt er ihn nicht, drohen körperliche und geistige Schäden.
Verarbeiten und regenerieren
Schlaf ist für Körper und Geist wichtig: Der Körper kann sich während der Ruhepause regenerieren und neue Energie tanken. Der Geist verarbeitet im Schlaf Erlebtes und bereitet sich so auf neue Aufgaben vor. Doch wie viel Schlaf ist ausreichend und wann ist er gesund?

Es gibt keinen für alle Menschen gültigen Richtwert, wie viel Schlaf nötig ist. „Der eine schläft sechs Stunden und ist topfit, der andere ist nach acht Stunden noch nicht ganz wach“, meint Dr. Wolfgang Reuter von der Deutschen Krankenversicherung (DKV). „Wichtig ist, dass jeder selbst herausfindet, welche Menge an Schlaf er braucht.“ Die Schlafdauer sollte sich aber in einem gesunden Rahmen bewegen: „Zwischen sechs und neun Stunden Schlaf am Tag sollten es schon sein.“ Wer regelmäßig weniger als sechs Stunden schläft, erhöht sein Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko.
Schlafrhythmus im Gleichgewicht halten
Einige Tage Schlafdefizit bringen den Körper noch nicht aus dem Gleichgewicht. Wichtig ist, nach einigen Tagen mit wenig Schlaf – zum Beispiel wegen einer vorübergehend hohen Arbeitsbelastung – wieder in den gewohnten Rhythmus zu finden. Neben zu wenig Schlaf kann auch zu viel Schlaf ungesund sein: „Wer am Wochenende das Bett nicht verlässt, der wird sich in der kommenden Woche trotzdem nicht ausgeruht fühlen. Gesünder ist daher, auch am Wochenende nicht bis nachmittags zu schlafen, sondern früher aufzustehen. Die Zeit lässt sich dann sinnvoll für den persönlichen Ausgleich nutzen – zum Beispiel für private Erledigungen oder Sport“, rät der Experte.
Auf „guten“ Schlaf achten
Seine wichtige Funktion erfüllt der Schlaf, wenn er nicht nur ausreichend lang, sondern auch erholsam ist. Wenn wir schlafen, ruhen wir im Laufe der Nacht unterschiedlich tief und wechseln mehrfach von so genannten REM (Rapid Eye Movement)-Phasen in Non-REM-Phasen. Im Durchschnitt durchlebt ein schlafender Mensch vier bis sechs dieser Zyklen pro Nacht. Besser bekannt sind die REM und die Non-REM-Phasen auch als „Traumschlaf“ und „Tiefschlaf“. Für eine optimale Erholung ist wichtig, dass diese Phasen ununterbrochen ineinander übergehen – nur so kommt unser Gehirn zur Ruhe. Dafür kann man selbst einiges tun. Das Schlafzimmer sollte in einem ruhigen Teil der Wohnung oder des Hauses liegen. Die richtige Matratze und ein angenehmes Raumklima spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Lüften vor dem Zubettgehen wirkt wahre Wunder.

Was tun bei Schlafstörungen

Jeder Mensch schläft von Zeit zu Zeit schlecht, das ist kein Grund zur Besorgnis. Hilfreich sind Rituale: Eine Tasse Tee, ein Bad oder ein gutes Buch – erlaubt ist, was entspannt. Fernsehen und üppiges Essen am späten Abend sind zu vermeiden. Bleiben die Schlafstörungen bestehen, sollten Betroffene sie ernst nehmen und einen Arzt aufsuchen. Schlafstörungen sind oft Anzeichen für verdrängte Probleme, starken Stress, einer Depression oder ein körperliches Leiden.

News

HPV-Impfung: Sicher und wirksam
HPV-Impfung: Sicher und wirksam

Erneut bestätigt

Impfungen werden nicht „einfach so“ empfohlen. Ihre Wirkung und vor allem ihre Sicherheit wird in Studien geprüft. Zwei neue große Studien haben für die HPV-Impfung nun erneut bestätigt: Die Impfung hat wenig Nebenwirkungen und schützt zuverlässig.   mehr

Wärmflaschen richtig benutzen
Wärmflaschen richtig benutzen

Achtung, Verbrühungs-Gefahr

Wärmflaschen sind bei vielen Gelegenheiten hilfreich. Sie haben allerdings auch ihre Tücken – im schlimmsten Fall kann man sich damit verbrühen. Damit das nicht passiert, gibt es hier ein paar praktische Tipps.   mehr

Wie Medikamente heiser machen
Wie Medikamente heiser machen

Pille, ACE-Hemmer und Kortison

Manchmal ist es gar nicht die Erkältung, die eine Heiserkeit auslöst. Auch Medikamente können zu Stimmstörungen führen. Ob man sie absetzen oder austauschen kann, entscheidet die Ärzt*in. Zusätzlich lässt sich aber mit Hausmitteln helfen.   mehr

Säureblocker nicht zu lange schlucken
Säureblocker nicht zu lange schlucken

Nebenwirkungen nicht unterschätzen

Ob Refluxkrankheit oder Gastritis: Protonenpumpenhemmer machen schnell Schluss mit Magenschmerzen und Sodbrennen. Allerdings gibt es gute Gründe, die Säureblocker nicht allzu lange einzunehmen.   mehr

Nach Infarkt Beine stärken
Person beim Beintraining auf einem Outdoor-Fitnessplatz.

Herzschwäche vorbeugen

Herzinfarkt überstanden? Jetzt heißt es, die Beinmuskulatur zu trainieren. Denn Personen mit viel Kraft in den Beinen entwickeln nach ihrem Herzinfarkt seltener eine Herzschwäche.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Linden-Apotheke im Krohnstieg-Center
Inhaberin Sigrid Schuhmann
Telefon 040/5 32 24 24
E-Mail linden-apotheke-hamburg@t-online.de