Mukoviszidose-Test für Neugeborene


Bundesweites Screening geplant
Mukoviszidose-Test für Neugeborene

Ab Frühjahr 2016 erweitert sich das Neugeborenen-Screening um einen Mukoviszidose-Test. Die Blutuntersuchung beschleunigt die Diagnose der Erkrankung und verbessert ihre Behandlungsaussichten.

Jedes Jahr kommen in Deutschland ca. 200 Neugeborene mit Mukoviszidose zur Welt. Bei den betroffenen Kindern verdicken sich aufgrund eines Gendefekts die Sekrete von Lunge und Verdauungstrakt. Der zähe Schleim verengt und schädigt die Atemwege und bildet den Nährboden häufiger Lungeninfektionen. Hinzu kommen Verdauungsprobleme, Wachstumsstörungen und sowie eine Bauchspeicheldrüsen-Unterfunktion. Häufig erfolgt die Diagnose erst im Kleinkindalter, wenn die Organe bereits unwiederbringlich geschädigt sind.

Heidelberger Forscher entwickeln Mukoviszidose-Test

Zur Früherkennung der Mukoviszidose haben Heidelberger Wissenschaftler einen Bluttest entwickelt und in einem Pilotprojekt an mehr als 400.000 Neugeborenen angewendet. „Der Test entdeckt sehr zuverlässig die erkrankten Kinder,“ berichtet Dr. Olaf Sommerburg, Oberarzt für Pädiatrische Pneumologie und Allergologie. „Wir konnten zeigen, dass der Screeningtest sogar empfindlicher ist als der in anderen Ländern verwendete Gentest“.

Neugeborene profitieren von einer frühzeitigen Diagnose

„Es ist zu erwarten, dass das Screening und eine frühzeitige Behandlung dazu beitragen werden, die Entwicklung der Kinder und deren Lungenfunktion zu verbessern“, urteilt Prof.  Dr. Marcus Mall, Leiter der Sektion Pädiatrische Pneumologie und Allergologie am Mukoviszidose-Zentrum sowie Direktor der Abteilung Translationale Pneumologie. Mit der frühzeitigen Mukoviszidose-Behandlung befasst sich auch das neueste Projekt der Heidelberger Forscher. Es soll nachweisen, inwieweit mukoviszidosekranke Kinder von einer vorbeugenden Inhalationstherapie profitieren.

Bundesweites Screening ab Frühjahr 2016

Neugeborene bekommen mit dem Einverständnis ihrer Eltern zwei bis drei Tage nach der Geburt einen Blutstropfen aus der Ferse entnommen. Über diese Blutprobe lassen sich über 13 Stoffwechsel- und 2 Hormonstörungen nachweisen. Ab Frühjahr 2016 soll der Mukoviszidose-Test Teil dieses so genannten Neugeborenen-Screenings werden. Der Beschluss geht auf den Gemeinsamen Bundesausschuss der Ärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser und Krankenkassen zurück.

News

Nasenspülung bei Schnupfen
Nasenspülung bei Schnupfen

Dusche für die Nase

Schnupfen, trockene Schleimhäute oder akute Mittelohrentzündungen sind im Winter keine Seltenheit. Dagegen kann eine Nasendusche helfen. So wird sie angewendet.   mehr

Eisenmangel bei Schülerinnen
Eisenmangel bei Schülerinnen

Ernährung und Menstruation als Faktoren

Schwedische Forschende haben die Ursache für Eisenmangel bei Schülerinnen untersucht. Dabei spielte auch die Ernährung eine große Rolle.   mehr

Kann man Antidepressiva absetzen?
Kann man Antidepressiva absetzen?

Wieder bessere Stimmung

Beschwerden weg, Medikament absetzen? So einfach ist das bei Depressionen leider nicht. Die Rückfallquote ohne Einnahme von Antidepressiva ist hoch. Allerdings hängt sie davon ab, welche Strategie dabei gefahren wird.   mehr

Infektionen als Reisesouvenir
Infektionen als Reisesouvenir

Von Ruhr bis Malaria

Reiserückkehrer bringen nicht nur Eindrücke und Souvenirs aus dem Urlaub mit nach Hause. Manchmal werden bei der Heimkehr nach Deutschland auch Infektionen und Krankheiten eingeschleppt.   mehr

Wenn die Linse zwickt
Junge hält eine Kontaktlinse

Helfen Augentropfen bei Kontaktlinsenproblemen?

Viele Kontaktlinsenträger*innen kennen es: Die Augen sind trocken, gereizt oder man hat ein Fremdkörpergefühl. Manche nutzen dagegen Augentropfen. Doch helfen diese auch wirklich?   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Linden-Apotheke im Krohnstieg-Center
Inhaberin Sigrid Schuhmann
Telefon 040/5 32 24 24
E-Mail linden-apotheke-hamburg@t-online.de